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| Die Abbildung 1 zeigt die Konstellation im Hüftgelenk, wenn die Muskeln, die den Einbeinstand abstützen, eine Kraft = 0 haben. Man erkennt an Verlauf und Verteilung der farbigen Flächen, dass das Teilkörpergewicht senkrecht wirkt. Dadurch sind der äußere Rand der Hüftpfanne sehr stark sowie der Kopf einseitig belastet, während größere Anteile beider nicht belastet werden. Man erkennt eine sehr ungleichmäßige Verteilung der Last auf die Hüftpfanne. | Die Abbildung 2 zeigt die Konstellation im Hüftgelenk, wenn die Muskeln, die den Einbeinstand abstützen, eine Kraft = 0,5 haben. Man erkennt an Verlauf und Verteilung der farbigen Flächen, dass das Teilkörpergewicht schräg Richtung Mitte und nicht mehr auf den Rand der Hüftpfanne drückt und den Kopf nicht mehr einseitig belastet. Dadurch wird die Belastung auf die Hüftpfanne zur Mitte hin verschoben und etwas gleichmäßiger. | Die Abbildung 3 zeigt die Konstellation im Hüftgelenk, wenn die Muskeln, die den Einbeinstand abstützen, eine Kraft = 1,0 haben. Man erkennt an Verlauf und Verteilung der farbigen Flächen, dass das Teilkörpergewicht so weit zur Mitte verschoben wird, dass ein aus statischer Sicht optimaler Belastungswinkel entsteht, der im Prinzip dem Winkel des Oberschenkelhalses entspricht. Dadurch wirkt die Last des Teilkörpergewichtes optimal auf Hüftkopf und –pfanne. |
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| Der Zustand des Hüftgelenks von 1996 nach jahrelanger Physiotherapie entsprechend der gängigen
Lehrmeinung darüber, dass uns angeblich die kleinen Gesäßmuskeln beim Stehen und Gehen abstützen,
ist vergleichbar mit der Abbildung 1.
Das bedeutet, die wirklich abstützende Muskulatur hatte keine Kraft. Mittels der Finite Elemente Methode wurde die damalige Diagnose von Frau Dr. Hoffmann bestätigt: „Kontrahiert nicht, dann können sie auch nicht gehen.“ |
Sechzehn Jahre später, nachdem ich durch meinen neuen Übungsansatz die uns wirklich abstützenden
angeblichen lateralen Rotatoren schwerpunktmäßig trainiert hatte, hatte sich das gesamte Hüftgelenk
regeneriert und ist vergleichbar mit Abbildung 3.
Die Stützmuskulatur hatte also einen Kraftgrad von ca. 1,0 erworben, den ich durch weiteres Üben erhalten konnte. Das machte einigen meiner damaligen Kursteilnehmer:innen Mut, ebenfalls dran zu bleiben. |
| Muskel Muskel–: gruppe | Deutsche Bezeichnung | Lateinische Bezeichnung |
| 1 | Großer Gesäßmuskel | M gluaeus maximus –
Tiefer Anteil des M. g. m.“) |
| 2 | Innere Muskeln | M. obturator internus
M. gemellus superior M. gemellus inferior M. obturator externus M. quadratus femoris |
| 3 | Vordere Oberschenkelmuskeln –
Viergeteilter Muskel | M. quadriceps femoris –: vier Bestandteile:
M. rectus femoris M. vastus intermedius M. vastus medialis M. vastus lateralis |
| 4 | Dorsale Hüftmuskeln | M. iliopsoas, dazu vereinigen sich:
M. psoas major M. psoas iliacus |
| 5 | Hintere Oberschenkelmuskeln | Ischiocrurale Muskeln:
M. biceps femoris M. semitendinosus M. semimembranosus |
| 6 | Wadenmuskeln | Die Namen dieser Muskeln werden später ergänzt. |
| 7 | Fußmuskeln | Die Namen dieser Muskeln werden später ergänzt. |
| Phase | Bewegungsart | Bewegungsrichtung | Muskelgruppe | Bemerkungen |
| 1 | Ausgangsstellung Oberer Totpunkt G | |||
| 2 | Wegdrücken des Pedals bis zum Unteren Totpunkt K | Vom Körper weg | Innere Muskeln | |
| 3 | Ziehen des Pedals vom Unteren Totpunkt K zum Unteren Totpunkt G | Zum Körper hin | Rückwärtige Oberschenelmuskeln Wadenmuskeln Fußmuskeln | |
| 4 | Bewegung des Pedals bis zum Oberen Totpunkt K | Hüftbeuger und Rückwörtige Oberschenelmuskeln Wadenmuskeln Fußmuskeln | wahrscheinlich übernimmt das linke Bein hier die Hauptkraft analog Phase 2 beim rechten Bei | |
| 5 | Bewegung des Pedals vom Oberen Totpunkt K zum Oberen Totpunkt G | wahrscheinlich übernimmt das linke Bein hier die Hauptkraft analog Phase 3 beim rechten Bein |
Wenn die das Becken beim Einbeinstand nach oben drückenden Muskeln
Mm. obturator internus, gemellus superior, gemellus inferior, obturator externus
sowie quadratus femoris schwächer sind als für das jeweilige Körperteilgewicht
notwendig, und damit nicht die genügende Spannung, also Kraft, erzeugen
können, dann sackt das Becken beim Einbeinstand auf der Standbeinseite ab.
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Wenn die Spannung der kleinen inneren Glutaeen (Mm. obturator internus, gemellus superior, gemellus inferior, obturator externus sowie quadratus femoris) nicht ausreicht, um den für die anderen Gesäß– sowie Bein- und Rückenmuskeln auf der Seite des Standbeines notwendigen Spannungsimpuls und damit die notwendige Hüft– und Knieblockade auf der Seite des Standbeines als Voraussetzung der gemeinsamen festen Säule Becken, Ober– und Unterschenkel sowie einer leichten Grundspannung der Rückenmuskulatur auszulösen, dann sackt das Becken beim Einbeinstand auf der Standbeinseite ab. Das kann ein Außenstehender ohne technische Hilfsmittel durch das Absinken des Beckens auf der Spielbeinseite wahrnehmen. Der Betroffene spürt das Absacken des Beckens auf der Standbeinseite. |
Beim Gehen bewegt man den Rumpf wellenförmig auf und nieder, vom Oberen zum Unteren Totpunkt.
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